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Verzögerung bei PS Remote Play gezielt verringern
Vom PlayRoam-Team · Aktualisiert am 9. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit
Verringere die Verzögerung bei PS Remote Play, indem du zuerst eine Kabelverbindung testest und anschließend Einstellungen prüfst, die das Bild bewusst zurückhalten. PlayRoam zeigt Added delay, die zusätzliche Verzögerung, und Netzstatistiken an. So beurteilst du den Kompromiss, statt nur einen höheren FPS-Wert anzustreben. Remote Play im Heimnetz und diese Anzeigen sind mit einem PlayRoam-Konto auf Windows und Android kostenlos.
Unterscheide träge Eingaben von ruckelndem Bild
Ein Stream kann ungleichmäßig aussehen, während die Steuerung noch recht schnell reagiert. Umgekehrt kann das Bild flüssig wirken, obwohl Tastendrücke verspätet ankommen. Das sind unterschiedliche Probleme. Ein unruhiges Bild zu glätten kann die Verzögerung erhöhen statt senken.
Unter Windows misst PlayRoams Added delay die Zeit vom Eintreffen eines Quellbildes in der App bis zu seiner Darstellung. Die App mittelt sie über Zeitfenster von einer halben Sekunde. So kannst du ihre Bildverarbeitung bei verschiedenen Einstellungen vergleichen. Zur gesamten Verzögerung vom Controller bis zum Bildschirm kommen das Netz und die Arbeit der Konsole hinzu, bevor das Bild ankommt.
Nutze einen wiederholbaren Test, etwa denselben Kameraschwenk an derselben Stelle. Ändere eine Einstellung, wiederhole den Test und vergleiche die Anzeigen. Prüfe Bildoptionen erst, wenn die Verbindung stabil funktioniert.
Beginne mit Ethernet oder 5-GHz-WLAN
Sonys Hilfe bei Verbindungsproblemen empfiehlt für den PC möglichst eine Kabelverbindung und bei WLAN das 5-GHz-Band. Sony rät außerdem, Downloads auf anderen Geräten zu pausieren. Beginne damit, statt Netzprobleme durch Grafikeinstellungen ausgleichen zu wollen.
- Verbinde die PS5 per Ethernet mit dem Router. Verbinde nach Möglichkeit auch den PC per Ethernet und wiederhole denselben Kameratest.
- Muss PC oder Android-Gerät WLAN nutzen, teste das 5-GHz-Band. Spiele probeweise näher am Router, bevor du von einer anderen Stream-Einstellung eine Lösung erwartest.
- Pausiere große Downloads im Netz und teste erneut. Sony empfiehlt für bessere Remote-Play-Leistung mindestens 15 Mb/s für Upload und Download. Prüfe neben dem Verbindungstempo auch die Streamanzeigen.
- Wähle unter Windows zu Hause Source → Local network. Stelle für einen Test mit niedrigerer Bitrate bei einem Stream mit 60 FPS Resolution → 720p und Frame rate → 60 FPS ein.
- Schalte Smoothing aus und stelle FPS boost → Off für den Ausgangsvergleich ein. Starte den Stream und beobachte Packet loss, Lost frames und Added delay, also Paketverlust, verlorene Bilder und zusätzliche Verzögerung.
PlayRoam fordert 15 Mb/s für 720p60 und 30 Mb/s für 1080p60 an. Bei Streams mit 30 FPS sind es 10 Mb/s für 720p und 20 Mb/s für 1080p. Die Konsole kann weniger senden. Auflösung und Bildrate bestimmen die angeforderte Bitrate. Teste eine eingeschränkte Verbindung daher mit einer niedrigeren Einstellung.
Die Windows-Anzeigen lesen
Öffne während des Streams mit Tab die Einstellungen. Die eingeblendeten Windows-Anzeigen umfassen Bitrate, Packet loss und Lost frames sowie Added delay und Smoothing.
Bitrate zeigt die tatsächliche Datenrate. Steigt Packet loss, wenn das Bild aussetzt, teste die Verbindung erneut mit Ethernet oder an einem anderen Standort im WLAN. Vergleiche dabei Lost frames, um zu sehen, ob die Änderung hilft.
Vergleiche Added delay nach jeder Änderung an den Bildeinstellungen und prüfe Netzverluste separat. Stellt die App überhaupt keine Verbindung her, prüfe zunächst die Verknüpfung und Kontoeinrichtung anhand der PC-Anleitung.
Entscheide, ob sich die Pufferung lohnt
Smoothing unter Windows gleicht Netzaussetzer aus, indem das Bild bis zu 0,2 Sekunden zurückgehalten wird. Du tauschst also bis zu 200 ms zusätzliche Pufferverzögerung gegen eine gleichmäßigere Darstellung.
Probiere das bei einem langsameren Spiel, wenn kurze Aussetzer stören. Schalte die Funktion für einen direkten Vergleich wieder aus, sobald das Timing wichtig wird. Auch Android bietet Smoothing im Streammenü. Vergleiche die Reaktion mit und ohne die Einstellung.
Wähle 30 oder 60 FPS vor der Zwischenbildberechnung
Hat das Konsolenspiel einen Modus mit 60 FPS, teste ihn mit einem Stream mit 60 FPS für schnelle Reaktionen. Ein auf 30 FPS begrenztes Spiel behält seine Eingabereaktion mit 30 FPS unabhängig von den Stream-Einstellungen. Bei gleicher Auflösung fordert ein Stream mit 30 FPS weniger Daten an. Das ist ein weiterer Verbindungstest, wenn 60 FPS ruckeln.
Mit Pro stellt FPS boost → 2× FSR unter Windows einen Stream mit 30 FPS auf jeder DirectX-11-Grafikkarte mit 60 FPS dar. Zwischen je zwei Quellbildern wird ein Bild hinzugefügt. Die geschätzte Verzögerung beträgt 500 geteilt durch die Quellbildrate: etwa +17 ms bei 30 FPS oder +8,3 ms bei 60 FPS, zuzüglich Verarbeitung. Lies Added delay ab, um die aktuelle zusätzliche Verzögerung der App zu sehen.
Lass die Berechnung für deinen Vergleich schneller Eingaben ausgeschaltet und probiere sie anschließend, wenn flüssigere Bewegung wichtiger ist. Spiel und Eingaben bleiben bei der Bildrate der Konsole. Der Ratgeber zur Zwischenbildberechnung erklärt die Einstellungen.
Androids Verbindungsanzeige nutzen
Stelle im Android-Streammenü Connection indicator → Show ein, um die Verbindungsanzeige einzublenden. Sie zeigt FPS und Hin- und Rücklaufzeit in Millisekunden. Der Menükopf zeigt außerdem Bitrate und Verlust in Prozent.
Die Verbindung gilt bei mehr als 130 ms Hin- und Rücklaufzeit oder 1 % Verlust als mittelmäßig, bei mehr als 200 ms oder 3 % Verlust als schwach. Ab dieser Schwelle zeigt PlayRoam auch Weak connection an, also eine Warnung vor schwacher Verbindung. Vergleiche anhand dieser Werte verschiedene Netze, während du die Steuerung testest.
Zum Spielen unterwegs brauchst du Pro und eine PS5. Bleibt die Anzeige schwach, teste ein anderes Netz außerhalb deines Zuhauses und wiederhole den Kameratest mit denselben Stream-Einstellungen.
Fragen und Antworten
Wie behebe ich Verzögerung bei PS Remote Play?
Probiere Ethernet für Konsole und PC oder 5-GHz-WLAN, falls ein Kabel nicht praktikabel ist. Teste PlayRoam zunächst ohne „Smoothing“ und „FPS boost“. Lies „Packet loss“, „Lost frames“ und „Added delay“ ab und ändere anschließend jeweils nur eine Einstellung.
Verringert 720p die Verzögerung bei Remote Play?
Das kann helfen, wenn die Verbindung die angeforderte Bitrate nicht übertragen kann. PlayRoam fordert bei 720p60 15 Mb/s statt 30 Mb/s bei 1080p60 an. Eine niedrigere Auflösung beseitigt aber keine Verzögerung, die bereits im Spiel entsteht.
Soll ich „Smoothing“ für Remote Play einschalten?
Probiere die Einstellung, wenn Netzaussetzer das Bild unterbrechen. Unter Windows hält PlayRoam das Bild bis zu 0,2 Sekunden zurück. Schalte sie aus, wenn dir diese zusätzliche Verzögerung wichtiger ist als eine gleichmäßigere Darstellung.
Verringert „FPS boost“ die Controller-Verzögerung?
Nein. Die Funktion fügt zwischen Quellbildern ein Bild hinzu und verursacht etwa 17 ms bei 30 FPS oder 8,3 ms bei 60 FPS, zuzüglich Verarbeitung. Konsolenspiel und Eingaben bleiben bei der Bildrate der Konsole.
Was bedeutet eine schwache Verbindung auf Android?
PlayRoam stuft die Verbindung bei mehr als 200 ms Hin- und Rücklaufzeit oder 3 % Paketverlust als schwach ein. Bei mehr als 130 ms oder 1 % Verlust gilt sie als mittelmäßig. Das beschreibt die Netzverbindung, nicht die gesamte Verzögerung vom Controller bis zum Bildschirm.
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